Satzung

Satzung des Jagd- und Sportschützenvereins Herrieden-Wieseth e.V.

§ 1 Name und Zweck

 

1. Der Verein führt den Namen “Jagd- und Sportschützenverein Herrieden-Wieseth e.V.” und hat
    seinen Sitz in Deffersdorf, Gemeinde Wieseth.

2. Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden.

3. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts
    “Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung.

4. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

5. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder 
    erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

§ 2 Mitgliedschaft


1. Mitglied kann nur sein, wer unbescholten ist.

2. Mitglied kann werden, wer das 12. Lebensjahr vollendet hat.

3. Zum Ehrenmitglied kann ernannt werden, wer sich um den Verein, um den Schießsport oder um die
    Tradition des Schützenwesens besonders verdient gemacht hat.

§ 3 Aufnahme von Mitgliedern


1. Gesuche um Aufnahme als Mitglied sind schriftlich an das Schützenmeisteramt zu richten, welsches
    jedes Gesuch mindestens drei Wochen lang auf der Schießstätte oder in den Gesellschafträumen
    auszuhängen oder sonst in geeigneter Weise den Mitgliedern zur Kenntnis zu bringen hat.

2. Über das Aufnahmegesuch entscheidet das Schützenmeisteramt. Zu der Sitzung müssen alle Mitglieder
    des Schützenmeisteramtes, unter Angabe der Tagesordnung, geladen werden. Ein Beschluss kann gefasst
    werden, wenn mindestens ein Schützenmeister und vier weitere Mitglieder des Schützenmeisteramtes
    anwesend sind. Das Aufnahmegesuch ist angenommen, wenn sich die Mehrheit der Anwesenden dafür
    ausspricht.

3. Ein zurückgewiesenes Aufnahmegesuch kann vor Ablauf eines Jahres nicht erneuert werden.

4. Ehrenmitglieder werden auf Vorschlag des Schützenmeisteramtes von der Generalversammlung ernannt.

§ 4 Erlöschen der Mitgliedschaft

 

1. Die Mitgliedschaft erlischt,

     a) durch Austritt,

     b) durch Ausschluss (§6 Abs. 2),

     c) durch rechtskräftige Verurteilung wegen eines Verbrechens oder wegen eines Vergehens des Diebstahls,
         des Betrugs, der Hehlerei, der Unterschlagung oder der Urkundenfälschung, oder

     d) durch rechtskräftige Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mindestens 6 Monaten wegen eines sonstigen
          vorsätzlichen Vergehens.

2. Die Mitgliedschaft kann entzogen werden, wenn das Mitglied bei der Aufnahme nicht unbescholten war.
    § 6 Abs. 4-5 gilt entsprechend. Die Mitglieder können jederzeit durch schriftliche Erklärung gegenüber dem
    Schützenmeisteramt aus dem Verein austreten. Ein Mitglied, das nicht zum Schluss eines Jahres austritt,
    hat die Beiträge und die sonstigen Leistungen für das laufende Jahr zu entrichten.

3. Mit dem Ende der Mitgliedschaft erlöschen alle Ämter und Rechte. Für das laufende Jahr geleistete
    Beiträge werden nicht zurückerstattet

4. Der Austritt aus dem Verein wird erst wirksam,

     – mit Rückgabe des Schützenpasses,
     – durch eigenhändig unterschriebene Verlusterklärung, oder 
     – durch Ummeldebescheinigung eines anderen Vereins.

§ 5 Rechte und Pflichten der Mitglieder

 

1. Die Mitglieder haben das Recht, an den Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen und deren Einrichtung
    nach den dafür erlassenen Bestimmungen zu benutzen.

2. Alle Mitglieder sind verpflichtet,

    a) die Ziele und Aufgaben des Vereins zu fördern,

    b) sich jederzeit dem Ansehen des Vereins entsprechend zu verhalten.

    c) die Satzung, die sportlichen Regeln und die Anordnungen der Generalversammlung und des
         Schützenmeisteramtes zu befolgen.

     d) die Ihnen von der Generalversammlung oder dem Schützenmeisteramt übertragenen Ämter
          und Aufgaben gewissenhaft zu erfüllen.

     e) den Jahresbeitrag und sonstige von der Generalversammlung beschlossenen Beiträge
          pünktlich zu bezahlen. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft
          als Mitglied auch keine sonstigen Zuwendungen aus den Mittel des Vereins.

      f) Es darf keine Person mit  Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch
          unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

§ 6 Vereinsdisziplin

 

1. Der 1. Schützenmeister übt die Ordnungsgewalt im Verein aus.

2. Verstöße gegen die Vereinsdisziplin, die sportlichen Regeln, die Satzung und die Pflichten der Mitglieder
    können geahndet werden durch,

     a)  Ausschluss von der Teilnahme an den Vereinsveranstaltungen und sportlichen Wettbewerben,

      b) befristeten oder dauernden Ausschluss aus dem Verein.

3. Über die Ahndung von Verstößen entscheidet das Schützenmeisteramt zusammen mit der Mehrheit
    der Stimmen der Anwesenden.  Ein betroffenes Mitglied darf bei der Beschlussfassung nicht anwesend sein.

4. Das betroffene Mitglied kann innerhalb eines Monats, nach dem ihm der Beschuss bekannt gegeben worden
    ist, schriftlich unter Angabe  der Gründe, Beschwerde an das Schützenmeisteramt einlegen. Die Einlegung
    der Beschwerde erwirkt, dass der Beschluss noch nicht wirksam wird.

5. Das Schützenmeisteramt kann den Betroffenen von den Vereinsveranstaltungen und von sportlichen Wettbewerben
    ausschließen bis die Beschwerdefrist (Abs. 4 Satz 1) abgelaufen oder über eine von ihm eingelegte Beschwerde
    entschieden worden ist. Legt der Betroffene hiergegen Beschwerde ein, so muss das Schützenmeisteramt innerhalb
    eines Monats nach Eingang der Beschwerde eine außerordentliche Generalversammlung einberufen, die über die
    Beschwerde entscheidet. Sie entscheidet in diesem Fall auch über die Beschwerde nach Abs 4.

§ 7 Das Schützenmeisteramt

 

Vereinsorgane sind das Schützenmeisteramt und die Generalversammlung

§ 8 Das Schützenmeisteramt

 

1. Das Schützenmeisteramt besteht aus

    a) dem Ehrenschützenmeister als außerordentliches Vorstandsmitglied,

    b) dem 1. Schützenmeister,      

    c) dem 2. Schützenmeister,
   

    d) dem Schatzmeister, 
    

    e) dem Schriftführer,
     

     f) dem 1. Sportleiter, und
   

     g) dem 2. Sportleiter

    Sie müssen Mitglieder des Vereins und volljährig sein. Das Schützenmeisteramt beruft zehn Spartenleiter
    und einen Medienreferenten, welche in die Sitzungen des Schützenmeisteramtes eingeladen werden können. 
     Auch Sie müssen Mitglieder des Vereins und volljährig sein.

     Anmerkung zu 1.a:

     Der Titel Ehrenschützenmeister kann nur einem ehemaligen 1. Schützenmeister des Vereins durch
     Beschluss der Generalversammlung verliehen werden. Der Ehrenschützenmeister hat auf Lebzeit als
     außerordentliches Mitglied, Sitz und Stimme im Schützenmeisteramt und hat dieses beratend zu unterstützen.

2. Das Schützenmeisteramt leitet den Verein.

Der 1. Schützenmeister und der 2. Schützenmeister vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich
gem. § 26 BGB je allein. Im Innenverhältnis gilt, dass der 2. Schützenmeister nur in Verhinderung des
1. Schützenmeisters vertritt.

3. Das Schützenmeisteramt ist beschlussfähig, wenn fünf seiner Mitglieder anwesend sind. Es entscheidet
    mit Stimmmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Über die Sitzungen
    des Schützenmeisteramtes ist eine Niederschrift zu führen.

4. Die Mitglieder des Schützenmeisteramtes werden von der Generalversammlung in geheimer Wahl auf
    die Dauer von drei Jahren gewählt. Wiederwahl ist zulässig.

5. Die Wahl in das Schützenmeisteramt kann sofort abgelehnt werden. Ein Mitglied des Schützenmeisteramtes
    kann sein Amt vor Ablauf seiner Amtszeit aus wichtigem Grund  niederlegen.

6. Die Generalversammlung kann ein Mitglied des Schützenmeisteramtes aus wichtigem Grund seines Amtes
    entheben. An der Generalversammlung müssen mindestens zwei Drittel aller Mitglieder teilnehmen. Die
    Amtsenthebung muss als Tagesordnungspunkt in der Einladung zu der Generalversammlung angegeben
    werden. Der Beschluss muss mit einer Mehrheit von 3/4 der Anwesenden gefasst werden.

7. Endet das Amt eines Mitglieds des Schützenmeisteramtes vor Ablauf seiner Amtszeit, so ist für den Rest
    seiner Amtszeit ein neues Mitglied in das Schützenmeisteramt zu wählen.

§ 9 Generalversammlung

 

1. Die Generalversammlung ist die Versammlung der Vereinsmitglieder.

2. Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der 1. Schützenmeister.

3. Die Generalversammlung beschließt mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen,
    wenn die Satzung nichts anderes bestimmt.

4. Über die Sitzung der Generalversammlung ist eine Niederschrift zu führen, die
    vom Vorsitzenden und vom Schriftführer zu unterschreiben ist.

5. Die Generalversammlung beschließt über alle Angelegenheiten, die das Schützenmeisteramt
    ihr vorlegt oder deren Behandlung ein Mitglied schriftlich beantragt. Der Antrag muss dem
    Schützenmeisteramt spätestens eine Woche vor dem Zusammentritt der Generalversammlung
    zugehen. Spätere Anträge sind in der Generalversammlung zu behandeln, wenn ein Viertel 
    der Anwesenden es verlangt.

6. Ein Beschluss der Generalversammlung ist stets erforderlich für:

    a) eine Änderung der Satzung (§12), 

    b) die Entlastung des Schützenmeisteramtes und der Rechnungsprüfer, 

     c) die Amtsenthebung eines Mitgliedes des Schützenmeisteramtes, 

     d) die Ernennung von Ehrenmitgliedern,

     e) die Festsetzung und Änderung des Haushaltsplanes,

     f) die Entscheidung über Beschwerden gegen die Ahndung von Verstößen (§ 6 Abs. 4 und 5), 

     g) die Veräußerung, Verpachtung und Belastung des Vereinsvermögens; diese Regelung gilt
         nur im Innenverhältnis und ist keine Vertretungsbeschränkung der Schützenmeister, sowie

      h) die Auflösung des Vereins.

7. Das Schützenmeisteramt hat im ersten Halbjahr eine Generalversammlung einzuberufen.

8. Das Schützenmeisteramt hat eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen, wenn es im
    Interesse des Vereins notwendig ist. Eine außerordentliche Generalversammlung muss ferner einberufen
    werden

    a) ein Drittel der Mitglieder die Einberufung schriftlich unter Angabe der Tagesordnung verlangt, oder 

    b) ein Mitglied gegen den Ausschluss von den Vereinsveranstaltungen Beschwerde einlegt (§ 6 Abs. 5).

9. Zu jeder Generalversammlung ist mit einer Frist von mindestens zwei Wochen, unter Bekanntgabe der
    Tagesordnung, schriftlich einzuladen.

§ 10 Verwaltung des Vereinsvermögens

 

1. Das Schützenmeisteramt verwaltet das Vermögen.

2. Soweit ein Haushaltsplan aufgestellt ist, wird dieser von der Generalversammlung beschlossen.

§ 11 Auflösung des Vereins

 

1. Der Verein erlischt, wenn die Zahl der Mitglieder unter Fünf herabsinkt.

2. Der Verein kann durch Beschluss der Generalversammlung mit einer Mehrheit von drei Viertel aller
    anwesenden Mitglieder aufgelöst werden.

3. Die Generalversammlung wählt einen oder mehrere Liquidatoren. Das Vereinsvermögen, das nach der
    Erfüllung der Verbindlichkeiten verbleibt, fällt bei Auflösung des Vereins oder Wegfall seines bisherigen
    Zwecks der Stadt Herrieden und der Gemeinde Wieseth, die es unmittelbar und ausschließlich
    für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden haben, je zur Hälfte zu.

4. Die in Abs. 3 geregelten Vermögensverwendungen bei Auflösung gelten auch für den Fall der Aufhebung
    des Vereins oder des Wegfalls des bisherigen Zwecks.

§ 12 Satzungsänderungen

 

1. Die Satzung kann durch Beschluss der Generalversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln der Erschienenen
    geändert werden.

2. Das Schützenmeisteramt hat Satzungsänderungen unverzüglich dem Landratsamt und dem Amtsgericht vorzulegen.